Erfahrungen mit dem Prins Autogas Umbau Volvo 960, 3.0 Liter/6 Zylinder …

Umrüstung Volvo 960 mit Prins Autogas - Autogas-Tank in Reserveradmulde

So, als erstes mal ein paar Bilder von meinen Volvo 960 (3-Liter Motor mit 6 Zylindern & 24 Ventilen, Automatik, Vollausstattung, Bj. August 1998, etwa 170TSD Kilometer Laufleistung) mit der bei mir verbauten PRINS Autogasanlage (IV Generation, Sequentielle Multipoint Einblasanlage), die laut meinen Autogas-Umrüster in Berlin sowas wie der “Rolls Royce” unter den Autogas-Anlagen sein soll ;-)

Obwohl der Wagen nicht mehr der Jüngste ist (auch wenn Volvo Oldie-Fans immer sagen: “der ist ja gerade mal eingefahren” ;-) ) habe ich mich ziemlich spontan trotzdem entschlossen auf Autogas umzurüsten, da ich meine Lieblings-Elchkuh am liebsten nie wieder hergeben möchte …

Ist schließlich einer der letzten “echten” Schwedenpanzer-Volvos die von Volvo selbst hergestellt wurden, bevor die PKW-Sparte von Volvo 1999 an den Ford Konzern verkauft wurde und seither “Volvo Car Corporation” heisst & alle möglichen Teile verschiedener Hersteller verbaut.

Interessant fand ich beim Kauf des Wagens im Sommer 2005, daß dieses von der Karosserie etwas altertümlich bis barock wirkende Modell teurer war, als bis zu 3 Jahre neuere V70 Modelle mit entsprechender Ausstattung.

Kann aber auch einfach daran gelegen haben, daß der V70 in seinen Anfangsjahren (bzw. nach Kauf der PKW-Sparte durch Ford) mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hatte …

Wirklich schwer ist mir die Entscheidung für die Umrüstung allerdings nicht gefallen, da mir der Verbrauch von 11-15 Liter Super (je nach Fahrstil) irgendwie doch “etwas hoch erschien” - ich aber nicht auf “Gas geben” verzichten wollte, da es mit dem Motörchen in Verbindung mit Volvo-Komfort & Laufkultur einfach nur Spaß macht …

Mal ganz abgesehen davon, daß man die Geschwindigkeit in dem Wagen überhaupt nicht merkt - ein Glück hat der nen Tempomat drin, sonst würde ich auf der Autobahn nur noch Punkte sammeln ;-)

Genug gebabbelt - jetzt zu den Bildern:

Als erstes mal zum Stako Gastank (ist anscheinend der größte Gastank-Hersteller in Europa mit Sitz in Polen), der in der Ersatzradmulde eingebaut wurde, da meine Vorgabe war, daß ich den Innenraum (insbesondere die riesige ebene Ladefläche) wie bisher nutzen wollte.

Stako Autogastank mit 72 Litern in Volvo 960 Reserveradmulde ...

Da mein Volvo ein riesiges Ersatzrad hat(te), konnte ein 72 Liter Tank (Brutto-Volumen) ohne größere Anpassungen eingebaut werden. Statt des Ersatzrades habe ich jetzt ein Notfallkit (ein Reifen Pannen-Spray, eine Kautschukmasse wird bei einem “normalen” Plattfuß direkt über das Ventil in den Reifen gesprüht und macht das Fahrzeug bis zur nächsten Werkstatt fahrbereit - bis etwa 80 km/h) im Auto, welches zumindest bei “normalen” Reifenpannen ausreicht.

Tipp: nach dem Einsprühen der Kautschukmasse übers Ventil direkt losfahren, damit sich der Gummi innen gleichmässig verteilen kann, solange er noch flüssig ist!
Wenn man nach der Reparatur länger stehen bleibt, gibt´s nur einen Gummi-Klumpen im Reifeninneren und man kann das Weiterfahren vergessen …

Sollte es mir einen Reifen mal völlig “zerlegen”, muss ich jetzt meinen Auto-Schutzbrief in Anspruch nehmen - so oder so, der Reifenwechsel gehört damit zwangsläufig der Vergangenheit an, wird mir aber nicht fehlen ;-)

Sobald die nächsten neuen Reifen anstehen, werde ich mich mal nach RFT Reifen (runflat Reifen) in meiner Größe umschauen - dann hat sich das Thema Ersatzrad endgültig erledigt …

Stako Autogastank 72 Liter in Volvo 960 Reserveradmulde ...

Noch größer (& ohne Innenraum-Einschränkungen) wäre nur ein Unterflor-Tank gewesen (etwa 90 Liter brutto) - hier wäre jedoch eine Verkleinerung des eingebauten “normalen” Tanks notwendig geworden, was mir für die paar Liter mehr Autogas zu aufwändig schien.

Um die notwendige Höhe (bzw. Tiefe) für den Einbau des Reserveradmulden-Autogastanks zu bekommen, wurde die Hervorwölbung nach innen unterhalb des Ersatzrades einfach abgeflext und der Tank direkt “auf das entstandene Loch” gesetzt. Das Ganze wurde dann professionell abgedichtet und mit Unterbodenschutz versehen.

Dadurch habe ich jetzt sogar noch etwas mehr Platz unter der Klappe als zuvor mit dem Reserverad …

Ich hoffe alle einzelnen Bestandteile der Anlage (Autogas-Tank, Verdampfer/ Druckregler, Steuergerät, Einstellschalter Autogas/Benzinbetrieb, Gaseinblasdüsen, Rail mit Injektoren) noch dieses Jahr hier mit Fotos meines Volvo beschreiben zu können - planmässig sollte über die Feiertage ausreichend Zeit dafür sein.

To be continued …


11 Kommentare

  1. […] Die letzten 10 Tage nach meinem Berlin-Ausflug mit Autogas Umbau waren sehr hektisch & voller neuer Projekte, dafür aber auch sehr produktiv ;-) Ein Ergebnis der vergangenen Tage ist mein neuer Autogas Blog unter der URL www.autogasblogger.de, wo ich meine privaten Erfahrungen zum Thema Autogas verbloggen werde […]

    Pingback von Lebenszeichen: Autogas Blog, kostenlose Klingeltöne beim Klingeltony & Backlinks … - SEO Marketing Blog — 21. Dezember 2006 @ 19:10

  2. Hallo Frank,

    warum hast Du den Umbau in Berlin machen lassen? Sind da Spezialisten? Wir haben einen Volvo 940 und sind am Umbau auf Autogas interessiert und auf der Suche nach der passenden Werkstatt und den Kosten natürlich.

    Kommentar von clemotion — 19. März 2007 @ 14:27

  3. Hi clemotion,

    genau - die Spezialisierung (& die überzeugende Erstberatung am Telefon) war der Hauptgrund für mich, den weiten Weg zu wählen, nachdem ich bei der Vorfeld-Recherche zum Autogas-Umbau von diversen Problemen mit “irgendwelchen” Werkstätten in Foren & Blogs gelesen hatte ;-)

    Die Jungs von autogastanken24.de sind einfach auf Autogas Umbau spezialisiert (bauen durchschnittlich 1,x Autos täglich um) und ich habs nicht bereut, den weiten Weg von Freiburg nach Belin auf mich genommen zu haben. Hab´s allerdings auch mit weiteren geschäftlichen Terminen verbinden können …

    Wir sind bisher etwa 7000 km ohne irgendwelche Gas-Problemchen nach dem Umbau mit der Prins-Anlage gefahren - macht einfach nur Spaß mit Autogas, wenn man gar nix davon merkt ;-)

    Ich vertrete den Standpunkt, daß bei so spezialisierten & individuellen Umbauten ein Hunni höhere Kosten (nur so als abstrahiertes Beispiel) im Regelfall für mehrere Hunnis Sorgen & Nachjustierungen ersparen kann, wenn man gleich zu Profis geht …

    Erlebe ich in meinem Business (Suchmaschinenoptimierung) übrigens genauso ;-)

    Hoffe die Info hilft Dir weiter - falls Du die Hager GmbH kontaktierst, sach nen schönen Gruß vom Autogasblogger & SEO Frank - sind inzwischen auch Suchmaschinenoptimierung-Kunden von mir geworden, da wir uns auch live bestens verstanden haben ;-)

    Kommentar von Frank — 19. März 2007 @ 17:00

  4. hätte gerne dein volvo oder so einen anderen. mit autogas oder ohne und dann einbauen.
    hatte einen allerdings nicht mit der prins anlage, einer anderen.
    bin 280tkm gefahren(mit 70tkm gekauft) gab nie ein technisches problem. jetzt leider totalsschaden

    Kommentar von wilhelm — 1. Juni 2007 @ 10:51

  5. in Polen sind die Werkstätte besser (natürlich nicht alle).. Sie bauen täglich (manche seit über 15 Jahren) 3-5 Autos pro Tag um.. Ich habe es ausprobiert - PERFEKT!! Die Erfahrung macht`s… Mit den “Umbauer” hier habe ich sehr schlechte Erfahrungen.. Die wissen nicht was die tun ;o)

    Kommentar von Mike — 9. November 2007 @ 13:45

  6. Hallo Freunde,

    hat einer von Euch Langzeiterfahrungen mit nem (möglichst 960 er) Volvo mit Autogas.
    Wie sehen denn nach 200.000 km auf Gas die Ventile und Laufbuchsen aus???

    Kommentar von Georgi Klingberg — 21. Februar 2008 @ 22:52

  7. Hallo Frank, habe mit Begeisterung Deinen Artikel gelesen. Steh auch kurz davor meinen 960er (96er) auf Autogas umzurüsten. Hab mich um die Teilebeschaffung selbst gekümmert, jetzt fehlt nur noch der Tank. So bin ich nämlich auch zu Deiner Site hier gekommen. Da ich nicht weiß was für eine Größe passt bzw möglich ist und wieviel Grad diese Multiventile haben müssen.
    Weißt Du zufällig über den Hersteller bzw. der Multiventilart Deines Tanks bescheid? Wäre nett wenn ich hierzu Info bekäme.
    Gruß, Roger

    Kommentar von Roger — 30. Juli 2008 @ 08:16

  8. spannend - bin gerade dabei, mich für gas beim v70r bj.1999 (ja, die serie mit den zylinderkopfdichtungs-problemen - deswegen mit 12000 km schon zweitmotor) zu entscheiden. was kostet das bei einem fünfzylinder so etwa bei normalen umrüstern? hier in hh liegen die preise so um

    Kommentar von bert — 30. September 2008 @ 12:45

  9. Bin leider noch völlig unerfahren, was das Thema Autogas angeht, habe aber auch vor mich da demnächst mal für meinen Volvo schlau zu machen. Die Berichte hier sind auf jeden Fall schon sehr interessant. Vielen Dank!

    Kommentar von alter Schwede — 9. Oktober 2008 @ 13:47

  10. […] Kleine “leicht provokante” Randbemerkung: nur ein erfolgreicher SEO mit “selbstlaufenden Eigenprojekten” hat die Zeit (den Freiraum), diverse Blogs verschiedenster Themengebiete kontinuierlich mit Inhalten zu füttern In dem Autogas-Blog stelle ich vorerst den Umbau mit PRINS-Anlage in meiner “Lieblings-Elchkuh” Volvo 960 & den Umbau mit einer Stargas-Anlage in dem Volvo V70 meines guten besten Freundes Mampfi (wer nen Volvo mit Autogas fährt und darüber bloggen möchte - ich suche noch Co-Autoren ;-) ) nach & nach mit Bildern vor und möchte dann aber auch fortlaufend allgemeine & aktuelle Infos, bzw. Autogas-Erfahrungen dort zusammentragen. […]

    Pingback von Lebenszeichen: Autogas Blog, kostenlose Klingeltöne beim Klingeltony & Backlinks … | SEO BLOG — 26. April 2009 @ 11:39

  11. Hallo Frank,

    habe mir vor einer Woche einen Volvo 960 zugelegt. Wie Du auch mag ich die alten Modelle; bin vorher Oldtimer gefahren; benötige nun ein relativ zuverlässiges Auto. Nun zu meiner Frage: Was kostet der Umbau von Benzin auf Autogas, und bekommt man für den Umbau staatliche zuschüsse. Ich habe einige Beiträge gelesen, die polnische Werkstätten präferieren. Ich lebe in Berlin, dann böte sich eine Fahrt nach Polen - ca. 120 km - an.
    Wichtig wäre für mich der ungefähre Preis und eine für den Umbau geeignete Werkstatt.

    LG

    Peter

    Kommentar von Peter — 21. November 2009 @ 09:09

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